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ClimCalc in neuer Umweltzeichen-Richtlinie für Schulen verankert

ClimCalc in neuer Umweltzeichen-Richtlinie für Schulen verankert

Mit der überarbeiteten Richtlinie UZ 301 erhält die Treibhausgasbilanzierung einen stärkeren Stellenwert im Österreichischen Umweltzeichen für Schulen und Pädagogische Hochschulen. Das neue Sollkriterium „CO₂-Emissionen und Klimaziele“ sieht vor, dass sich Bildungseinrichtungen mit ihren relevanten Emissionsbereichen auseinandersetzen und Maßnahmen zur Emissionsreduktion definieren. Für eine schuleigene Bilanzierung soll dabei ClimCalc verwendet werden; bei extern begleiteten Bilanzierungen und Projekten sind auch andere Berechnungstools möglich. Beim Umweltzeichen wird zwischen verpflichtenden Musskriterien und freiwillig wählbaren Sollkriterien unterschieden. Für erfüllte Sollkriterien werden Punkte vergeben, wobei insgesamt eine festgelegte Mindestpunktezahl erreicht werden muss.

Die Aufnahme in die Umweltzeichen-Richtlinie baut auf wichtigen Vorarbeiten auf: Im Rahmen des inzwischen abgeschlossenen Klimawandelbildungsprojekts makingAchange haben bereits mehrere Dutzend österreichische Schulen mit ClimCalc ihre Treibhausgasemissionen ermittelt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen haben gezeigt, dass das ursprünglich für Universitäten und Hochschulen entwickelte Tool auch Schulen dabei unterstützen kann, zentrale Emissionsquellen sichtbar zu machen und eine fundierte Grundlage für Klimaschutzmaßnahmen zu schaffen.

Aus Sicht der Allianz ist die Verankerung von ClimCalc in der neuen Richtlinie ein erfreulicher Transfererfolg. Sie zeigt, dass die an Universitäten aufgebaute Expertise zur Treibhausgasbilanzierung über den Hochschulbereich hinaus Wirkung entfaltet. ClimCalc wird von der TU Graz und der BOKU in Zusammenarbeit mit der Umweltbundesamt GmbH weiterentwickelt. Die Mitgliedsuniversitäten der Allianz finanzieren die Projektarbeit gemeinsam; die Erstellung der Emissionsfaktoren durch das Umweltbundesamt wird derzeit vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) finanziert. ClimCalc zählt damit zu jenen gemeinsamen Vorhaben, mit denen die Allianz dauerhaft nutzbare Strukturen für den Klimaschutz im österreichischen Bildungsbereich unterstützt.

Für die Allianzuniversitäten eröffnet die neue Regelung zugleich weitere Anknüpfungspunkte für den Wissenstransfer z.B. in Kooperationen mit Schulen, in der Lehrkräftebildung oder im Rahmen von Bildungs- und Outreach-Projekten.

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