Sustainable Development Goals & Universitäten

Im September 2015 wurde beim Gipfeltreffen der Vereinten Nationen die “Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“ beschlossen. Alle Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, auf die Umsetzung der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (“Sustainable Development Goals“/SDGs) auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030 hinzuarbeiten. In Österreich wurden mit Ministerratsbeschluss vom 12. Jänner 2016 alle Bundesministerien zur kohärenten Umsetzung (Implementierung) der “Agenda 2030“ beauftragt. Links und weitere Informationen des Bundeskanzleramts finden Sie hier.

Universitäten als Zentren für Innovation und als Ausbildungsstätten künftiger EntscheidungsträgerInnen kommt bei der Umsetzung der UN Sustainable Development Goals eine wichtige Rolle zu.

Die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich arbeitet an der Entwicklung eines gemeinsames Projekts unter dem Titel „UniNEtZ – Optionenpapier zur Gestaltung und Umsetzung der SDGs in Österreich“.

UniNEtZ – Optionenpapier zur Umsetzung der SDGs in Österreich

Das Projekt UniNEtZ ist als ein zeitlich begrenztes Projekt geplant, das von der Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich initiiert wird. Es zielt darauf ab, ein Optionenpapier für die österreichische Bundesregierung zu erstellen, wobei sich erwünschte Synergien – z.B. die bessere interdisziplinäre Vernetzung der Universitäten – ergeben.

UniNEtZ soll als Vorhaben in den Leistungsvereinbarungen 2019-2021 der beteiligten Universitäten verankert werden. Das Konzept wird im Rahmen mehrerer Projektentwicklungsworkshops zwischen den potentiell beteiligten Universitäten abgestimmt und im Zuge der Vorbereitungen für die Leistungsvereinbarungen überarbeitet, konkretisiert und verfeinert.

Vorläufige Ziele
  1. Erarbeitung eines die SDGs systemisch betrachtenden, abgestimmten Kataloges von Optionen, wie Österreich die SDGs umgesetzen kann.
  2. Befassung der Unis mit SDGs in Forschung, Lehre, Weiterbildung, Responsible Science und im Hochschulmanagement
  3. Schaffung von Mehrwert durch Kooperationen und Neukombination von Wissen.
  4. Interdisziplinäre Vernetzung innerhalb der Unis und über die Unis hinweg
  5. Interaktion mit Stakeholdern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
  6. Versuch der Interaktion mit „den anderen 50%“ (Systemverlierern)
  7. Aufbau von Kompetenz für die von den SDGs angeschnittenen Fragen unter den Lehrenden/Forschenden und den Studierenden
  8. Einrichtung einer Koordinationstelle für die AGs und einer expliziten Anlaufstelle für Stakeholder an Unis

Das zu erarbeitenden Optionenpapier soll keine Handlungsempfehlung werden, sondern  Optionen (zukunftsorientierte Lösungswege mit ihren jeweiligen Konsequenzen) identifizieren und bewerten. Die Universitäten wollen nicht den Nationalen Umsetzungsbericht 2020 schreiben, sondern stellen ihr Know‐How mittels Optionenpapier zur Verfügung, vergleichbar dem IPCC oder dem AAR14 (APCC) im Klimabereich.

Jeder konkrete Beitrag der Universitäten zur Umsetzung der SDGs durch Österreich ist erwünscht. „Durch Österreich“ meint, was Österreich tun kann, um seine Verpflichtungen, die es durch Unterzeichnung der SGDs eingegangen ist, einzuhalten. Dabei soll nicht unterschieden werden, ob es österreichische Akteure sind oder nicht, ob es ein Einsatz bei der EU oder auf österr. Boden ist etc.

Das Projekt findet sich aktuell in Ausarbeitung.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Lisa Bohunovsky.

P.S: Wer Lust hat, gleich und persönlich etwas zu den SDGs beizutragen, der ist hier richtig: The Lazy Person’s Guide to Saving the World