CO2 neutrale Universitäten

Perspektive 2030, Klimaschutz an Universitäten, Hochschulen und Schulen

Forschungsprojekt: Workshops für universitäre THG Bilanzierung und THG Reduktion 2.0

(c) Shutterstock - CO2_Reduktion

Projektlaufzeit: 01.07.2019-30.06.2022

Bildungseinrichtungen wie Universitäten und FHs können eine tragende Rolle als Pioniere bei der CO2 Bilanzierung, aber vielmehr bei der Umsetzung von ehrgeizigen Klimaschutzmaßnahmen einnehmen um das Paris Abkommen umzusetzen.

Das THG-Einsparungspotential an Universitäten ist hoch und oft mit finanziellen Vorteilen verbunden, v.a. im Bereich von Energieeffizienzmaßnahmen. Eines der Hauptziele des Projektes ist die Anleitung für Universitäten zur Benutzung des bereits in einem Vorprojekt entwickelten THG-Bilanzierungstools sowie entsprechende Maßnahmenroadmaps (siehe Workshop unten für Oktober 2019).

Das im Rahmen des Vorprojekts erarbeitete Bilanzierungstool (Climcalc 2.0) kann von allen österreichischen Universitäten, aber auch von Fachhochschulen, Ministerien, Verwaltungseinheiten, Schulen, Forschungseinrichtungen gratis verwendet werden. Detaillierte Bilanzen der BOKU (ca. 17.500 t CO2 eq.) und der Alpen-Adria-Universität (ca. 8.000 t CO2 eq.) für das Jahr 2015 liegen nach erfolgreicher Anwendung des Tools bereits vor.

Weitere Österreichische Universitäten zeigen großes Interesse ihre Treibhausgas-Emissionen zu bilanzieren. Bisher haben sich u.a. folgende Universitäten und Institutionen für eine Nutzung des Tools angemeldet:

  • Universität für Bodenkultur, Wien
  • Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
  • Technische Universität Graz
  • Karl-Franzens-Universität Graz
  • Medizinische Universität Graz
  • Kunstuniversität Graz
  • Montanuniversität Leoben
  • Fachhochschule Joanneum, Graz
  • Universalmuseum Joanneum, Steiermark
  • Donauuniversität Krems
  • Johannes-Kepler-Universität Linz
  • FH Campus Wien
  • Universität Salzburg

Ein erster Workshop zur Anleitung für die Benutzung des Bilanzierungstools (ClimCalc 2.0) wird am 19. November 2019 in Wien stattfinden.  

Im Rahmen diese Schulungsworkshops sollen alle künftigen NutzerInnen (Universitäten, FHs und Schulen), welche das Bilanzierungstool (ClimCalc 2.0) verwenden werden, in die einfach anwendbare THG-Bilanzierungsmethode eingeführt werden. Dabei sollen technische, administrative oder strategische Fragen geklärt werden:

  1. Allgemeine technische Fragen z.B. welche Daten sind vonnöten und wie kann die jährliche Aktualisierung der universitären THG-Bilanzen kostengünstig durchgeführt werden?
  2. Wie sind die Ergebnisse zu interpretieren? Benchmarks?
  3. Welche Arbeitsunterlagen für z.B. Rektorat können entwickelt werden (Good practices) um strategische Entscheidungen in Punkto Klimaschutz zu treffen?
  4. Welche Klimaschutzmaßnahmen werden empfohlen und mit welchen Kosten/Nutzen ist zu rechnen?
  5. Welche Wege in Richtung Klimaneutralität 2030 sind gangbar?

 Kontakt: Kontakt: Dominik Schmitz (BOKU), Sybille Chiari (BOKU), Günter Getzinger (TU Graz)
BOKU CO2 Kompensationssystem

Uni CO2-Tool

Das ClimCalc 2.0 Treibhausgasbilanzierungstool ist in einer excel-basierten Version kostenfrei verfügbar. Eine jährliche Aktualisierung des Tools ist geplant und NutzerInnen wird die jährlich aktualisierte Version zugesandt. Bitte  wenden Sie sich dazu an dominik.schmitz[at]boku.ac.at

Weiterführende Downloads:

Präsentationen zur Veranstaltung „Klimaschutz an Universitäten“, 12.01.2017, BOKU Wien

Klimafreundliche Durchführung von Forschung

Forschungsprojekt: Climate Friendly Climate Research

Projektlaufzeit: 01.12.2012-11.12.2014

Im Rahmen der Arbeitsgruppe wurde 2013 ein Projekt durch vier der Allianz-Universitäten – Universität Klagenfurt, BOKU, WU Wien und Salzburg – durchgeführt. Das Projekt – angestoßen durch das europäische JPI CLIMATE und finanziert durch das BMWFW – war der Analyse der Umweltfolgen von Forschung und deren Lösungen gewidmet.

Die CO2-Emissionen von Universitäten und Forschungseinrichtungen sind hoch – und steigen in manchen Regionen. Die Ursache dafür liegt in einem zunehmend CO2-intensiven Arbeitsstil von ForscherInnen und ForschungsmanagerInnen sowie ihren Organisationen, verstärkt durch wachsende Erwartungen hinsichtlich internationaler Kooperationen, billige Flugtickets und die zunehmende Nutzung ressourcenintensiver Infrastrukturen. Andererseits stehen viele Lösungen – in der Bauweise oder Sanierung von Gebäuden bis hin zur Nutzung virtueller Kommunikationstechnologien – zur Verfügung. Im Rahmen von CFCR wurden in drei Policy Briefs das Problem und die verfügbaren Lösungsansätze (zusätzlich auch in einer Empfehlungsliste festgehalten), sowie eine Machbarkeitsanalyse skizziert. Zudem wurden viele Lösungsansätze im Rahmen einer Online-Konferenz ausprobiert und die Videos der Sessions online zur Verfügung gestellt.

Policy Briefs und Empfehlungen

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des CCCA.

Download GAIA-Beitrag: Treffen wir uns – klimafreundlich!